Medienpädagogik

Warum Medienerziehung in der Kindertagesstätte sinnvoll ist

In einer von Medien geprägten Welt muss Medienerziehung als wichtiger Bestandteil der Bildungsarbeit gesehen werden - und die beginnt bereits im Kleinkindalter.

Voraussetzung zur Stärkung der Medienkompetenz ist ein Wissen darüber, welche Medien im Alltag der Kinder eine Rolle spielen, wie sie Medien in ihr Spiel integrieren und über welche Erfahrungen mit unterschiedlichen Medienarten Kinder bereits verfügen. Kinder probieren Medien zuerst aus, indem sie zum Beispiel Geräte ein- und ausschalten. Das Kind drückt auf die Knöpfe und wartet gespannt darauf, was passiert. Ein Zugang in den ersten Lebensjahren erfolgt sehr häufig auch über Hörmedien – Musik- oder Hörspiel- CDs.

Kinder sind Medien nicht passiv ausgeliefert, sondern interpretieren das mediale Angebot entsprechend ihren eigenen Wünschen, Interessen und Bedürfnissen. So setzen sie sich zum Beispiel durch die gehörten Geschichten mit eigenen Themen auseinander, die der Erwachsene im Dialog mit dem Kind aufgreifen kann.

Medien eignen sich auch besonders gut, um die Diversität der Kinder in Bezug auf den kulturellen oder familiären Hintergrund auf wertschätzende Weise sichtbar zu machen und in den pädagogischen Alltag einzubeziehen.[1]

Der Umgang mit Medien muss gelernt sein

Kinder wachsen heute mit Fernseher, Computer, Smartphone und Co auf und gehen damit ganz selbstverständlich um. Berührungsängste mit der Technik kennen sie kaum und nutzen diese oft intuitiv. Der bewusste, kritische Umgang mit Medien muss allerdings genauso erlernt werden wie etwa das Schreiben, Lesen und Rechnen. Im Rahmen der Medienerziehung im Kindergarten können die Kinder vielfältige Möglichkeiten der Mediennutzung und -gestaltung kennenlernen. Dabei lernen sie nicht nur Medien zu bedienen, sondern vielmehr wie sie diese als Werkzeuge zur Verwirklichung eigener Ideen und Ziele einsetzen können.

Medienerziehung wirkt präventiv

Da Medien zum Alltag der Kinder gehören, ist es wichtig, auch im Kindergarten medienpädagogische Aktivitäten anzubieten, durch die die Kinder Einblick in die Funktionsweise von Medien sowie Ideen zur kreativen Auseinandersetzung mit Medien erhalten und so an einen verantwortungsvollen, selbstbestimmten Umgang herangeführt werden.

Medien können das kindliche Lernen unterstützen und bereichern

Medien sollen direkte sinnliche Erfahrungen und körperliche Aktivitäten nicht ersetzen, sondern diese bereichern. Sie stellen eine zusätzliche Ausdrucksform dar, derer sich die Kinder bedienen können. Medien können als Chance gesehen werden, die kindliche Wahrnehmung zu erweitern, und ganz neue Möglichkeiten zum kreativen Handeln bieten. Außerdem können die Kinder sie als Werkzeuge einsetzen, die sie beim Lernen durch Spielen, Entdecken und Ausprobieren unterstützen. Daneben sind Medien zusätzliche Bildungsmittel, die Differenzierung und Individualisierung in der Bildungsarbeit erleichtern.[1]

In naher Zukunft ist auch bei uns in der Einrichtung geplant, dass die Kinder den nahen Umgang mit Tablets erfahren können.

https://medienkindergarten.wien/medienpaedagogik/medienerziehung-im-kindergarten/warum-medienerziehung-im-kindergarten-sinnvoll-ist/